Die Geschichte Berlins ist derart ereignis- und facettenreich, dass es fast unmöglich erscheint, sie in all ihren Nuancen kennenzulernen. Nur gut, dass es in der Bundeshauptstadt mehrere Museen gibt, die sich eben diesem Thema widmen und die Berliner Geschichte jeweils von einem ganz bestimmten Blickwinkel aus beleuchten.

Das geteilte Berlin

Nahezu drei Jahrzehnte lang war Berlin eine geteilte Stadt. Die Grenze zwischen Ost- und Westberlin verlief durch die Stadtmitte und machte somit viele Baudenkmäler für die Menschen auf der entgegengesetzten Seite unzugänglich.

DDR-Museum

Das Berliner DDR Museum erzählt die Geschichte Deutschlands vom Mauerbau bis zum Mauerfall

Mit der Vergangenheit der DDR und dem Nachlass des geteilten Berlins setzt sich das DDR-Museum auseinander. Die lebendige Darstellung der DDR-Epoche macht dieses Museum zu einem der beliebtesten und meistbesuchten in der ganzen Hauptstadt. Hier können sich Gäste in einen alten Trabi setzen oder sich in einer originalgetreu eingerichteten Plattenbauwohnung ganz wie zu Hause fühlen.

Stasi-Museum

Mit einem weiteren Aspekt der Geschichte des geteilten Berlins setzt sich das Stasi-Museum auseinander. Die Ausstellung umfasst die Arbeitsräume des ehemaligen Stasi-Ministers und ermöglicht Besuchern einen Einblick in die Tätigkeit der berüchtigten Geheimpolizei der DDR.

Stiftung Stadtmuseum Berlin

Die Stiftung Stadtmuseum hat es sich zur Aufgabe gemacht, der Öffentlichkeit zu wichtigen gesammelten Kulturgütern zum freien Bestaunen und Auswerten Zugang zu gewähren. Die Stiftung umfasst dabei fünf Museen, welche unterschiedlicher nicht sein könnten. In jedem Museum werden individuelle Facetten Berlins gezeigt, die jeden Besucher begeistern können. Ende 2020 reiht sich das Humboldt Forum in die Liste der spannenden Museen der Stiftung ein.

Märkisches Museum

Das märkische Museum erzählt einen großen Teil der Geschichte Berlins

Das Stammmuseum der Stiftung ist das Märkische Museum, das sich mit der Geschichte und der Kultur Berlins auseinandersetzt. Verschiedene Dauer- und Sonderausstellungen verschaffen den Besuchern Einblick in die Zeit des Krieges und der Menschen hinter den vielen bekannten Bildern. Zudem finden hier regelmäßig Führungen und Workshops statt, die jeweils einem ganz bestimmten Themenbereich gewidmet sind.

Ephraim-Palais

Ganz anders verhält es sich mit dem Ephraim-Palais, einem in den 1980er-Jahren rekonstruierten Rokokopalais am Rande des Nikolaiviertels in Mitte. Das nach Veitel Heine Ephraim, einem wohlhabenden jüdischen Bankier und Händler, benannte Gebäude überzeugt durch seine opulente Architektur. Neben wechselnden Ausstellungen beherbergt das Ephraim-Palais auch die grafische Sammlung des Stadtmuseums.

Museum Nikolaikirche

Berlins Nikolaikirche ist ein Teil Berliner Geschichte

Das Museum in der Nikolaikirche steht unter dem Motto „800 Jahre Geschichte und Kultur“. Die Kirche selbst wurde 1230 gebaut und über die Jahre von vielen verschiedenen Einflüssen geprägt. In diesem Zuge wurde sie mehrfach umgebaut. Im Laufe des zweiten Weltkrieges wurde sie durch Bombenangriffe schwer zerstört und erst ab 1984 wieder restauriert. Seither ist sie als Museum für Besucher zu erkunden.

Museumsdorf Düppel

Ein Leben wie im Mittelalter – das wird im Freilichtmuseum Düppel ausführlich beleuchtet. Die nach historischem Vorbild aufgebauten Häuser und Werkstätten sind nur ein Teil des Museumskonzeptes des Museumsdorfes Düppel. In verschiedenen Workshops kann mittelalterliches Handwerk erlernt und ein Einblick in den Alltag der in dieser Epoche lebenden Menschen gewährt werden. Auch Vorstellungen können dort angesehen werden.

Knoblauchhaus

Einen Einblick in die Wohnkultur des Biedermeier bietet das Knoblauchhaus in der Poststraße. Das Wohnhaus der illustren Berliner Familie Knoblauch imponiert durch sein unberührtes Interieur. Das Highlight der Ausstellung ist der Kronleuchter, der nach Entwürfen des namhaften Architekten und Künstlers Carl Friedrich Schinkel angefertigt wurde. Obwohl er sich nie im Besitz der Familie Knoblauch befand, rundet er das Gesamtbild perfekt ab.

Ab Dezember 2020: Humboldt Forum

Ab Dezember 2020 gibt es im Berliner Stadtschloss neue Ausstellungen Humboldt Forum

Wissenschaft, Austausch und Diversität stehen im Mittelpunkt des Humboldt Forums. Vielfältige Ausstellungen von insgesamt 4 Akteuren stehen ab dem 17. September 2020 den Besuchern zur Verfügung. Die außereuropäischen Sammlungen laden zu einer Horizonterweiterung durch alle Sinne ein.

Vielfältige Museenwelt Berlins

Wer bisher noch nicht fündig geworden ist, wird es spätestens bei den folgenden Museen. Geschichte trennt und vereint – all diese Entwicklungen haben Deutschland geprägt. Verschiedene Museen laden dabei zu einer Zeitreise durch die deutsche Vergangenheit ein.

Deutsches Historisches Museum

Das Deutsche historische Museum ist eines der beliebtesten Museen Berlins

1987 gegründet, ist das Deutsche historische Museum seither Vermittler deutscher Geschichte. Zahlreiche Dauer- und Wechselausstellungen laden zu einer Reise in die Vergangenheit ein, die gesellschaftliche Veränderungen und wichtige historische Ereignisse beleuchten. Bild- und Filmsammlungen finden im dortigen Zeughauskino und der dort ansässigen Präsenzbibliothek ein Zuhause.

Tränenpalast

Wie viele Menschen standen wohl an der Mauer und weinten? Das Museum mit dem Namen „Tränenpalast“ erzählt die Geschichte eines getrennten und vereinten Deutschlands. In Erinnerung an Zeitzeugen, Grenzübergänge und Abschiede, gilt das Museum als Ort des Gedenkens und des Lernens.

“Story of Berlin”

Die in 23 Themenbereiche eingeteilte Ausstellung informiert über die Geschichte und die Entwicklung Berlins. Besucher können an einer Führung durch den ehemaligen Atomschutzbunker unter dem Kurfürstendamm teilnehmen.

Fazit zu Museen in Berlin

Egal für welchen Teil der deutschen Geschichte man sich interessiert, in der facettenreichen Berliner Museenwelt ist für jeden was zu finden! Ob über das geteilte Deutschland oder die Menschen Berlins im Mittelalter, jedes dieser Museen ist ein Besuch wert!