Berlin ist nicht nur die Hauptstadt der Bundesrepublik und eine Großstadt mit vielen Einkaufsstraßen, Sehenswürdigkeiten und Betonbauten. Berlin ist vor allem eine grüne Stadt. Eine Stadt mit vielen Parks, Grünflächen und Berlin ist eine Wasserstadt mit jeder Menge Seen.

Insgesamt zählt das Einzugsgebiet Berlin 50 Seen hinzukommen mit der Spree, Havel und Dahme noch 3 Flüsse und 8 Kanäle.

So erklärt es sich, dass einige Gewässer inzwischen eine Art Kultstatus erreicht haben und in diversen Liedern und Gedichten besungen und besprochen werden.

Und damit keine Fragen mehr aufkommen müssen, wo sich der Sommer in der Hauptstadt am besten verbringen lässt, kommen hier nun die 12 schönsten Strandbäder an Berlins Seen.

Strandbad Wannsee

Strandbad Wannsee vom Wasser aus
Das Strandbad Wannsee im Südwesten von Berlin. Foto von A.Savin (Wikimedia Commons · WikiPhotoSpace) – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0.

„Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein und dann nischt wie raus nach Wannsee…“ so lautet der Titel eines Liedes von 1951, welches den besonderen Status des Wannsee für Berlin deutlich macht.

Er ist leicht mit der S-Bahn zu erreichen und in den Sommermonaten ist das Strandbad von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Am etwa einen Kilometer langen Sandstrand kann nach Herzenslust gespielt werden und die Rutsche im See macht nicht nur den kleinen Besucher mächtig Spaß.

Ein Restaurant sorgt für die nötige Verpflegung und auch für behindertengerechte Einrichtungen gesorgt.

Die Nutzung des Strandbades kostet Eintritt, welcher im mittleren Bereich liegt.

Strandbad am Müggelsee

Eingang zum Strandbad Müggelsee
Das strandbad Müggelsse wird bald renoviert – der Eintritt bleibt dennoch frei. Foto von Berlin Brewer – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0.

Das Strandbad am Müggelsee wurde bereits Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet und steht als Gesamtanlage unter Denkmalschutz.

Der Eintritt zum Strand ist kostenfrei, sanitäre Einrichtungen und 2 Kioske zur Verpflegung sind dennoch vorhanden.

Der Strand ist besonders für Kinder gut geeignet, da das Wasser im See lange Zeit recht flach bleibt und zusätzlich gibt es einen Spielplatz, damit keine Langeweile aufkommen kann.

Das Strandbad ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen und auch ein kostenpflichtiger Parkplatz für das eigene Auto steht zur Verfügung.

Durch einen eigenen Eingang ist der FKK-Bereich des Strandbades zu erreichen.

Der Müggelsee ist der größte Berliner See, noch vor dem Wannsee. Foto von Julian Nyča – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0.

Strandbad Friedrichshagen

Surfer auf dem Müggelsee in Friedrichshagen
Am Müggelsee mit Surfbrett oder Badegast im Strandbad Friedrichshagen. Foto von Piabay.com.

Das Strandbad Friedrichshagen liegt ebenfalls am großen Müggelsee und ist als feines kleines Freibad mit Sandstrand und Liegewiese seit 1896 für sonnenhungrige Berliner geöffnet. Spätestens seit dem Film von Leander Haußmann „Haialarm am Müggelsee“ ist es auch über die Grenzen Berlins hinaus bekannt.

Sonnenschirme und Liegen können vor Ort ausgeliehen werden und auch Boards für Stand-up Paddling stehen zur Verfügung.

Mitarbeiter der Wasserwacht sorgen für die Sicherheit der Badegäste, die von 10 bis 19 Uhr in der Sommersaison die kühlen Fluten des Müggelsees genießen können.

Der Eintritt ist kostenpflichtig, Essen und Trinken kann vor Ort erworben werden.

Die Anreise wird mit den öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen und ist so problemlos möglich.

Strandbad Wendenschloss

Das Strandbad Wendenschloss existiert seit 1915 und ist eine richtige Eventlocation. Hier kann nicht nur gebadet und sich gesonnt werden, sondern am Strand werden auch Hochzeiten oder andere Festivitäten ausgerichtet.

Gelegen am Ufer der Dahme im Bezirk Treptow-Köpenick bietet es neben einem Sandstrand und der wunderschönen Umgebung rund um das Wendenschloss auch einen eigenen Biergarten für ein kühles Getränk nach einem ereignisreichen Tag am und im Wasser.

Blick auf Strand und Strandkörbe am Seebad Wendenschloss
Das Seebad Wendenschloss in Treptow-Köpenick. Foto von Lienhard Schulz – Own work, CC BY-SA 3.0.

Der Eintritt ins Bad ist vergleichsweise hochpreisig, doch entlohnt die wunderschöne Umgebung und für Vielbader gibt es günstigere 6er- oder Jahreskarten.

Strandkörbe, Liegen und Schirme können ebenso wie Boote vor Ort ausgeliehen werden. So fühlt sich der Besucher fast wie am Meeresstrand und kann entspannt die Sonne genießen.

Zu erreichen ist es mit der S3 und Tram 62 oder dem eigenen Auto, beziehungsweise Fahrrad.

Schlachtensee

Die Badestelle Schlachtensee gilt als eine der beliebtesten Orte, um im klaren Wasser zu baden und am See zu entspannen. Umgeben von idyllisch grünen Wäldern ist die große Liegewiese am Südufer des Sees von der S-Bahn mit wenigen Schritten zu erreichen.

Am Nordost Ufer befindet sich eine weitere Badestelle mit einem größeren Strandabschnitt und seichterem Einstieg in den See.

Berliner Schlachtensee im Sommer
Der Schlachtensee ist im Sommer besonders idyllisch. Foto von Asif Masimov – Own work, CC BY-SA 4.0.

Aufgrund dieser Tatsachen ist sie allerdings auch weitaus mehr besucht, denn hier befindet sich auch ein Kinderspielplatz und mit der Fischerhütte die Möglichkeit, seinen Hunger und Durst zu stillen.

Auch die Parkplätze und Fahrradständer sind hier untergebracht.

Grillen sowie das Mitbringen von Hunden sind aktuell am Schlachtensee nicht gestattet.

Strandbad Plötzensee

Strand im Strandbad Plötzensee
Das Strandbad Plötzensee ist vom S-Bahnhof Westhafen fußläufig zu erreichen. Foto von Kelisi in der Wikipedia auf Englisch – Übertragen aus en.wikipedia nach Commons., Gemeinfrei.

Das Strandbad Plötzensee am gleichnamigen See liegt im Berliner Stadtteil Wedding, kam jedoch erst 1915 nach Berlin. Vorher gehörte es der preußischen Armee und das heutige Strandbad wurde in den 20er-Jahren angelegt.

Der Sandstrand wurde künstlich aufgeschüttet und so haben Besucher heute die Freude, direkt am See im Sand liegen zu können und das Treiben im und am Wasser zu beobachten.

Auch hier kann die Location für Hochzeiten oder Firmenevents gebucht werden und es finden regelmäßig Sportveranstaltungen am Gelände statt.

Der Eintritt ist recht hoch, dafür können Sie direkt im Zentrum von Berlin am See liegen und relaxen.

Direkte Anfahrt ist mit dem Auto möglich oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln, auch ein Wohnwagenstellplatz befindet sich direkt am See.

Strandbad am Tegeler See

Blick vom Wasser aufs Strandbad Tegeler See
Das weitläufige Strandbad am Tegeler See hat endlich wieder geöffnet. Foto von Fridolin freudenfett – Own work, CC BY-SA 4.0.

In Berlin Reinickendorf befindet sich der Tegeler See mit seinem dazugehörigen Strandbad nahe der Insel Scharfenberg.

Eine Bushaltestelle und ein Parkplatz sind in unmittelbarer Nähe und so müssen die Strandutensilien nicht weit getragen werden.

Am Sandstrand können Sie in Strandkörben relaxen oder eine Runde Beachvolleyball spielen. Für die kleinen Besucher gibt es einen Kinderspielplatz und auf den Rutschen und dem Sprungturm haben alle Badehungrigen ihren Spaß.

Für Verpflegung ist durch einen Imbiss gesorgt und die Kalorien können danach gleich an der Tischtennisplatte wieder abtrainiert werden.

Wunderschön gelegen mit viel Grün drum herum, lädt der Tegeler See zum Träumen und entspannen ein.

Eintritt wird hier nicht verlangt.

Strandbad Weißensee

Blick von oben auf den Weißen See
Das Strandbad Weißensee in Berlin. Foto von A.Savin (Wikimedia Commons · WikiPhotoSpace) – Eigenes Werk, FAL.

Das Strandbad am Weißensee befindet sich nur 15 Minuten vom Berliner Alexanderplatz entfernt und liegt somit mitten im Stadtkern.

Es lockt die Besucher mit einem wundervollen Blick auf den See und viel Grün drumherum.

Die Eintrittspreise sind im mittleren Preissegment und für die Verpflegung steht die Strandbar mit Café, Bar und Grill zur Verfügung.

Springbrunnen im Weißen See
Boote können beim nahegelegen Bootsverleih ausgeliehen werden. Foto von Thomas Lehmann, CC BY-SA 3.0.

Auch hier finden Kinder einen extra Spielplatz und einen Nichtschwimmerbereich, sodass sie ohne Angst im seichten Wasser planschen und die ersten Schwimmversuche unternehmen können.

Bus und Bahnhaltestellen sind in unmittelbarer Nähe, daher macht es Sinn, nicht mit dem eigenen Auto anzufahren, sondern auf das Fahrrad oder die öffentlichen Verkehrsmittel zu setzen.

Strandbad Orankesee

1929 wurde das Strandbad am Orankesee in Berlin Hohenschönhausen eröffnet und bietet heute neben einem schönen feinsandigen Strandabschnitt und einige Sportgelegenheiten vor allem eine 52 Meter lange Wasserrutsche und eine zusätzliche Kinderrutsche.

Auch das Ufer ist in einen Nichtschwimmer und einen Schwimmerbereich unterteilt, damit sich niemand ins Gehege kommt.

Strandbad Orankesee mit Wasserrutsche
Das Strandbad Orankesee mit großer Wasserrutsche für Klein und Groß. Foto von Mazbln – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0.

Für Verpflegung ist durch ein reichhaltiges Imbissangebot gesorgt. Strandkörbe, Liegen und Liegestühle können gegen eine Gebühr ausgeliehen werden, der Eintritt ist als Tageskarte, 10er und 25 Karte zu erhalten. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Orankesee bestens zu erreichen.

Strandbad Lübars

Im Norden der Stadt liegt das Strandbad Lübars, welcher ein altbekannter Berliner Badeort ist und traditionell von vielen Familien besucht wird.

Durch die ruhige Lage an diesem natürlich entstandenen See ist er ein beliebter Ort um vom stressigen Alltag abzuspannen und die Sonne zu genießen.

Eingang zum Strandbad Lübars
Das Strandbad Lübars im Norden Berlins. Foto von Fridolin freudenfett – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0.

Im angeschlossenen Restaurant wird für das leibliche Wohl gesorgt und dieses kann auch außerhalb der Badesaison besucht und gebucht werden.

Als besonderes Highlight finden hier regelmäßig Musikevents der unterschiedlichsten Stilrichtungen statt und so kann nicht nur am Strand gebadet werden, sondern auch getanzt, gesungen und gefeiert.

Erreicht werden kann der Badesee mit dem Auto, Bus oder der S-Bahn.

Strandbad Halensee

Blick von oben auf den Halensee in Wilmersdorf
Der kleine Halensee in Berlin-Wilmersdorf. Foto von A.Savin (Wikimedia Commons · WikiPhotoSpace) – Eigenes Werk, FAL.

In Berlin Grunewald befindet sich der Halensee mit seinem Strandbad in der Königsallee.
Inzwischen ist es unter dem neuen Namen Ku´damm Beach bekannt und ist mit seinen hellen Farben einladend und elegant hergerichtet worden.

Ansichtskarte vom Lunapark - Terrassen am Halensee
Bis 1935 befand sich am Halensee noch der Lunapark, der damals größte Vergnügungspark in Europa. Foto von Paul Kaufmann, Wilmersdorf-Berlin – ImageZeno.org, ID number 20000579521, Public Domain.

Der Eintritt ist im höheren Preissegment, doch dafür sind die Liegen zur kostenfreien Nutzung und ab 19 Uhr ist der Eintritt frei.

Besonders schön sind die drei Schwimmpontons, die direkt in den See hineinragen und so das Gefühl geben, mittendrin zu sein.

An der Strandbar können Besucher sich mit der nötigen Verpflegung versorgen, eigene Getränke dürfen nicht mitgenommen werden.

Ein kleiner Teil des Sees ist abgetrennt, damit Kinder hier in Ruhe planschen können ohne Gefahr in zu tiefes Wasser zu geraten.

Ein schöner Ort, um nach einem Bummel in der Stadt zu relaxen oder die neuen Badeklamotten einzuweihen.

Strandbad Jungfernheide

Strandbad Jungfernheide
Der Jungfernheideteich mit Liegewiese. Foto von eigene Arbeit – eigene Arbeit, CC BY-SA 3.0.

Ebenfalls in direkter Nähe zum Ku’damm befindet sich das Strandbad Jungfernheide im Stadtteil Charlottenburg.

Wer einen Urlaub vom Alltag sucht oder einfach einen schönen Tag am Strand verbringen möchte, ist hier genau richtig aufgehoben.

Am wunderschönen Sandstrand macht es Spaß, sich vom Handtuch aus das Treiben im Wasser anzuschauen oder auf einer der Liegen zu entspannen.

Zusätzlich befinden sich dort ein langer Badesteg, eine 50 Meter Bahn und eine Wasserskianlage.

Die Eintrittspreise sind hoch und auch für Liegen und Sonnenschirme fällt eine Leihgebühr an. Dafür gibt es einen guten Service und zusätzlich die Möglichkeit, ein SUP zu leihen, um damit über den See zu gleiten.

Auf der Terrasse des Strandhauses gibt es einige Köstlichkeiten, um auch dem Gaumen eine Auszeit vom Alltag zu gönnen.