Wahrscheinlich gibt es kaum jemanden, der noch nie ein Problem mit dem eigenen Schlüsselbund hatte. Plötzlich fehlt ein Schlüssel, der gesamte Bund ging verloren, der Bart brach durch oder für ein Schloss ließ sich einfach nicht der passende Schlüssel finden. Bei Sorgen und Nöten dieser Art weiß die deutsche Hauptstadt aber zu helfen – und das vielerorts. Dies muss von Berlin aber auch zu erwarten sein. Denn hier sind nicht nur zahlreiche Dienstleister und Handwerksbetriebe angesiedelt, es ist nämlich auch die Heimat eines ganz besonderen Schlüssels, der Berlin sogar im Namen trägt. Die Rede ist vom Berliner Schlüssel. Dieser schließt zwar auch nur auf- und zu, galt vor mehr als einem Jahrhundert aber als bedeutende technische Innovation und machte ein gesamte Berufsgruppe obsolet.

Berliner Schlüssel liegt schräg auf dunkler Fläche
Schlüsselprobleme werden auch in Berlin problemlos gelöst, nicht zufällig gibt es sogar einen nach der Hauptstadt benannten Berliner Schlüssel. Bild von karlherl auf Pixabay.com.

Zig Schlüsseldienste in Berlin zu finden

Wer vor einer verschlossenen Tür steht und nicht hineinkommt oder einen Schlüssel nachmachen will bzw. muss, der hat in der deutschen Hauptstadt Berlin die Qual der Wahl. Dies beweist bereits ein kurzer Blick in das Internet.

Gibt man beispielsweise „berlin schlüsseldienst“ bei Google ein, werden allein durch die Suchmaschine knapp 200 Treffer aufgeführt. Schaut man noch etwas genauer hin und besucht die bei Google My Business eingetragenen Firmen, erweitert sich die Anbieterliste noch um einige Namen – und dies sind lediglich die Firmen, die über einen Onlineauftritt verfügen.

Da fällt die Wahl am Ende schwer, was besonders problematisch wird, wenn man sich in akuter Notlage befindet und zügige Hilfe sucht, beispielsweise wenn man ohne Haustürschlüssel aus der Wohnung gegangen ist.

Individuelle Filter helfen bei der Suche nach einem geeigneten Schlüsseldienst in Berlin

Eine Entscheidungshilfe bietet Google in solchen Fällen aber ebenso an. So kann auf der Suchtrefferliste oben, wo unterhalb der Map passende Dienstleister bzw. Handwerksbetriebe gelistet sind, die zur Suchanfrage passen, ein individueller Filter genutzt werden. Es lässt sich unter anderem filtern nach:

  • Bewertung (1 bis 5 Sterne)
  • Öffnungszeiten (bspw. 24-Stunden-Service)

Durch die gewünschte individuelle Einstellung des Filters ist es also möglich, auf sehr schnellem Wege Hilfe zu finden, wenn ein akutes Schlüsselproblem vorherrscht. Im Notfall filtert man bestenfalls nach aktuell geöffneten Schlüsseldiensten. Ist einmal etwas mehr Zeit vorhanden, ordnet man die Liste z.B. nach Bewertungen und vergleicht manuell das Preis-Leistungsangebot.

Zu den derzeit bestbewerteten Schlüsseldiensten in Berlin zählen:

  1. Albert Schlüsseldienst & Türöffnung Berlin
  2. Discount Schlüsseldienst Berlin
  3. Fair Schlüsseldienst Berlin – Schlüssel nachmachen, Schließanlagen
  4. AS Schlüsseldienst
  5. Schlüsseldienst Berlin AMT
  6. Schlüsseldienst Berlin – KSS
  7. Schlüsseldienst Berlin Friedrichshain
  8. All-Berliner Schlüsseldienst e.K.
  9. Schlüsseldienst Kreuzberg Berlin
  10. Schlüsseldienst Berlin ADO GmbH

Der Berliner Schlüssel – ein besonderer Schlüssel mit eigener Geschichte

Auch wenn Berlin zweifelsohne zumindest vordergründig mit dem Brandenburger Tor und ähnlich historisch bedeutenden Stätten und Gebäuden, Plätzen und Orten in Verbindung gebracht wird, lässt sich die deutsche Hauptstadt auch auf anderem Wege sowie aus anderer Perspektive entdecken, erkunden und erleben. Auch ohne Schlüssel bleiben Bewohnern und Touristen nur wenige Türen dauerhaft verschlossen. Berlin versteht sich als Schlüssel, um in die Hallen der deutschen Geschichte und Kultur eintreten zu können.

Eine wahrlich besondere Bestätigung dieser Behauptung, die bildhafter kaum sein könnte, manifestiert sich im sogenannten Berliner Schlüssel, der nicht nur technisch in vielerlei Hinsicht einzigartig ist, sondern hinter dem sich gleichermaßen ein reales Stück deutscher und natürlich auch Berliner Geschichte verbirgt.

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Wie funktioniert der Berliner Schlüssel?

Der Berliner Schlüssel, der auch unter dem Namen Doppelschlüssel oder Durchsteckschlüssel bekannt ist, besitzt zwei identisch gestaltete Enden, an denen dieselben Bärte zu finden sind. Dies hat allerdings nicht nur einen optischen Effekt, sondern mehr noch einen funktionellen. Denn der Berliner Schlüssel wurde nach seiner Erfindung Anfang des 20. Jahrhunderts für spezielle Schlösser und Türen genutzt.

Durch seine Konstruktion war es mit dem Berliner Schlüssel möglich, diesen nach dem Aufschließen durch das Schloss zu schieben, um ihn auf der anderen Seite der Tür wiederum herauszuziehen, allerdings erst nachdem die Tür wieder verschlossen wurde. Ein Herausziehen des Schlüssels bei entriegelter Tür war somit nicht mehr möglich.

Hintergrund dieses damals innovativen Schloss- und Schlüsselsystems war der simple Wunsch, Personalkosten einzusparen. Zu jener Zeit wurden Mietshäuser durch einen Hauswart betreut, der vor allem die Aufgabe hatte, Mietern und Besuchern bei Nacht den Zugang zum Haus zu ermöglichen. Mit der Einführung des Berliner Schlüssels wurde der Hauswart für viele Eigentümer von Mietsimmobilien obsolet. Demnach war der Berliner Schlüssel nichts anderes als ein Instrument zur Rationalisierung der Immobilienwirtschaft.

Kein Tor, aber ein Ding des Monats

Bereits kurz nach der Erfindung des doppelbärtigen Schlüssels durch den Berliner Schlossermeister Johann Schweiger wurde die zweckmäßige technische Innovation derart populär und nachgefragt, dass der Berliner Schlüssel in die Massenproduktion überging. Vertrieben wurde er dann erstmalig von der Firma Albert Kerfin & Co. GmbH.

Auch wenn bis zum heutigen Tage mehr als 100 Jahre vergangen sind und es zweifellos modernere und praktischere Schloss- und Schlüsselsysteme gibt, ist der Berliner Schlüssel selbst heutzutage noch in manchen Berliner Mietshäusern zu finden – und er wird sogar noch wie damals eingesetzt!

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Zwar wird auch dieser Umstand niemals dazu führen, dass ein Schlüssel mit populären Auszeichnungen vom Bekanntheitsgrad wie das „Tor des Monats“ honoriert wird, für den Titel „Ding des Monats“ hat es aber immerhin gereicht. Im Jahr 2017 wurde der Berliner Schlüssel vom Museum der Dinge gewissermaßen zum „Schlüsselobjekt“ eines Ausstellungsprojekts erklärt, welches sich mit Strukturen zwischen Bekanntem und Unbekanntem beschäftigen sollte.